Verleihung des Sonderpreises für Umweltbildung im Rahmen des Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs 2014

Am Montag, den 06.10.2014 war eine kleine Delegation unserer Schule (Jonas Lampe, Imke Menge, Kevin Stelljes, Frau Angona und Frau Dr. Menge) in Hannover zu einer Preisverleihung eingeladen, zusammen mit Vertretern der BioS Osterholz, des Gewässerschutzvereines Lilienthal, der Fotogruppe Ritterhude und des Landkreises OHZ. Mehrere Projekte, die am Niedersächsischen Gewässerwettbewerb 2014 „Bach im Fluss“ teilgenommen hatten, wurden ausgezeichnet. Unsere Gruppe nahm den Sonderpreis für Umweltbildung vom Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel entgegen.

Vorgeschichte:
In den Jahren 2012/2013 gab es am Gymnasium Osterholz- Scharmbeck eine Biologie- AG für Schüler der 6. bis 8. Klasse, die sogenannte Bach- AG, geleitet von Frau Angona und Frau Hellms, die jetzt im Ruhestand ist. Frau Baumann von der Biologischen Station Osterholz hat die Arbeit fachkundig unterstützt und Kontakte vermittelt, z.B. zum Fischerei- und Gewässerschutzverein Lilienthal und Umgebung e.V. und zur Fotogruppe Ritterhude. Die BioS hat die Schule dazu angeregt, eine „Bachpatenschaft“ zu übernehmen.In der AG  haben wir die Tiere und Pflanzen des Baches kennengelernt, wir haben den Scharmbecker Bach von der Quelle bis zur Mündung in die Hamme erwandert, Bachprofile erstellt und entsprechende Modelle gebastelt und sind mehr als einmal im Schlamm stecken geblieben. Besonders spannend war die Zusammenarbeit mit Herrn Schüppel vom Gewässerschutzverein. Er hat uns zur Forellenaufzuchtstation mitgenommen, wir haben die Eier im Bach ausgesetzt und die Entwicklung unserer „Babys“ beobachtet. Herr Lampe von der Fotogruppe hat wunderschöne Fotos von den Jungforellen gemacht und uns zur Verfügung gestellt. Auch durften wir bei einer Elektrobefischungsaktion zur Bestandserfassung mitwirken. Unter den verschiedensten Aspekten haben wir uns also sehr intensiv mit dem Scharmbecker Bach beschäftigt und dies auf diversen Ausstellungen (in der Schule, auf dem Scharmbecker Marktplatz und im Kreishaus) dokumentiert. Wir befassten wir uns auch mit den damals in der Planung befindlichen Renaturierungsmaßnahmen bezüglich des Scharmbecker Baches und ihren Auswirkungen.
Wir, das heißt die Bach- AG, eine Seminarfachgruppe unter der Leitung von Herrn Segelken, verschiedene Kurse und Klassen, die sich mit dem Thema „Scharmbecker Bach“ im Biologie- und Chemieunterricht befassten und ein „Jugend forscht“- Projekt unter der Betreuung von Frau Dr. Menge  wurden somit Teil des von der BioS initiierten Gemeinschaftsprojekts „Lebenswandel am Scharmbecker Bach“ bzw. „Vielfältiger Lebensraum Scharmbecker Bach“.
Die BioS bewarb sich mit diesem Projekt beim Niedersächsischen Gewässerwettbewerb 2014 „Bach im Fluss“, in dem es u.a. darum geht, gelungene Gewässerentwicklungsmaßnahmen hervorzuheben und das Bewusstsein für die Bedeutung der Gewässer zu stärken.
Am 16. 09. kam eine siebenköpfige Expertenkommission zur Begutachtung des Projekts, nachdem es in die engere Auswahl aufgenommen wurde.
Unter den 40 Wettbewerbsbeiträgen wurde bei unserem Projekt insbesondere die Umweltbildung und die gelungene Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Projektumsetzung und -begleitung als beispielhaft und herausragend bewertet. Dafür gab es einen „Sonderpreis für Umweltbildung“. Da wir zu den vier Hauptbeteiligten gehörten, durfte unsere kleine Delegation diesen mit 500 Euro dotierten Preis in Hannover entgegennehmen.

Im Rahmen des ausgezeichneten Kooperationsprojekts „Vielfältiger Lebensraum Scharmbecker Bach“ wurden zwei Teilprojekte zusammengeführt: Zum einen die „Naturnahe Umgestaltung des Scharmbecker Baches“ unter der Projektleitung des Landkreises, die die Renaturierung des stadtnahen und bislang wenig naturnahen Gewässers im Fokus hatte. Zum anderen das Umweltkommunikationsprojekt „Lebenswandel am Scharmbecker Bach“ in Verantwortung von BioS und BUND mit einem Schwerpunkt auf Bildungsaktivitäten und Umweltsensibilisierung.
Die Hauptbeteiligten freuen sich besonders, dass mit der begehrten Auszeichnung auch die beispielhaft enge und produktive Zusammenarbeit zwischen (ehrenamtlichen) Naturschutzorganisationen, dem Gewässerunterhaltungsverband und der Unteren Wasserbehörde als Teil der öffentlichen Verwaltung auf Augenhöhe prämiert wird. Eine solch enge Kooperation  wie in Osterholz sei nicht selbstverständlich und spiegele das besonders gute Klima und die gegenseitige Wertschätzung wieder.
(Zitat aus der Presseinformation der BioS)
J. Angona